Getting Ready am Hochzeitstag

Der Tag beginnt lange vor der Trauung. Noch bevor die ersten Gäste eintreffen, bevor ihr euch das erste Mal seht und bevor das eigentliche Programm beginnt, entstehen oft einige der persönlichsten Momente des ganzen Hochzeitstages. Das Getting Ready erzählt genau davon: von Vorfreude und Aufregung, von euren Lieblingsmenschen, kleinen Gesten und den letzten ruhigen Augenblicken, bevor aus der Planung plötzlich Wirklichkeit wird.

Warum das Getting Ready zu eurer Hochzeitsreportage gehört

Für mich beginnt eine Hochzeitsreportage nicht erst mit der Trauung.

Beim Getting Ready entsteht ein ganz eigener Teil eurer Geschichte. Während ihr euch unabhängig voneinander vorbereitet, erlebt jeder von euch Momente, die der andere zunächst gar nicht mitbekommt.

Erst später, wenn ihr eure Hochzeitsfotos gemeinsam anschaut, könnt ihr sehen, was auf der anderen Seite passiert ist. Wie nervös der Bräutigam wirklich war. Wer der Braut beim Kleid geholfen hat. Welche Blicke zwischen Eltern, Geschwistern oder Freunden ausgetauscht wurden.

Genau diese kleinen Geschichten machen eine Hochzeitsreportage persönlich.

So entstehen natürliche Getting-Ready-Fotos

Für schöne Bilder braucht es am Morgen eurer Hochzeit keine perfekt inszenierte Hotelsuite. Viel wichtiger sind gutes Licht, etwas Ruhe und genügend Zeit.

Ein paar Dinge machen dabei einen besonders großen Unterschied.

Plant genügend Zeit ein

Nichts beeinflusst die Stimmung beim Getting Ready stärker als Zeitdruck.

Wenn Haare und Make-up später fertig werden als geplant, das Kleid länger braucht oder noch etwas gesucht werden muss, sollte deshalb nicht gleich der gesamte Tagesablauf ins Wanken geraten.

Ich empfehle, bewusst etwas Luft einzuplanen. So bleibt Zeit für die Details, für ein Glas Sekt mit euren Freunden und vor allem dafür, den Moment tatsächlich zu genießen.

Wählt einen hellen und ruhigen Raum

Natürliches Licht ist für Getting-Ready-Fotos ideal.

Ein Zimmer mit großen Fenstern und hellen oder neutralen Wänden bietet meistens die besten Voraussetzungen. Das kann eine Hochzeitssuite sein, ein Hotelzimmer oder genauso gut euer eigenes Zuhause. 

Viel wichtiger als eine außergewöhnliche Location ist eine Umgebung, in der ihr euch wohlfühlt.

Schafft etwas Ruhe im Raum

Beim Getting Ready sammeln sich erstaunlich schnell Taschen, Verpackungen, Wasserflaschen, Ladekabel und Kleidungsstücke im Zimmer.

Ihr müsst deshalb keineswegs alles perfekt vorbereiten. Wenn wir aber eine kleine Ecke oder den Bereich rund um das Fenster möglichst frei halten, entstehen deutlich ruhigere Bilder.

So kann ich mich auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: euch und die Menschen um euch herum.

Legt eure wichtigsten Details bereit

Kleid, Schuhe, Schmuck, Parfum, Einladungskarten oder die Ringe erzählen ebenfalls etwas über euren Hochzeitstag.

Wenn diese Dinge bereits an einem Ort bereitliegen, kann ich sie fotografieren, während Hair und Make-up beginnen. Dadurch müssen wir später nichts suchen und verlieren keine wertvolle Zeit.

Für die Braut können beispielsweise Kleid, Schuhe, Schleier, Schmuck, Parfum, Ringe und Brautstrauß bereitliegen.

Beim Bräutigam sind Anzug, Schuhe, Uhr, Manschettenknöpfe, Fliege oder Krawatte, Parfum und andere persönliche Accessoires interessant.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Details zu fotografieren. Wichtig sind die Dinge, die für euch tatsächlich eine Bedeutung haben.

Umgebt euch mit den richtigen Menschen

Das Getting Ready lebt von den Menschen, die dabei sind.

Die beste Freundin, die Mutter, Geschwister, Trauzeugen oder langjährige Freunde machen diese Stunden persönlich. Gleichzeitig gilt: Mehr Menschen bedeuten nicht automatisch mehr Stimmung.

Überlegt deshalb, mit wem ihr diesen Teil des Tages wirklich verbringen möchtet.

Eine kleine Runde mit Menschen, bei denen ihr euch fallen lassen könnt, ist häufig viel entspannter als ein voller Raum.

Macht euch keinen Kopf um die Kamera

Ihr müsst beim Getting Ready nicht ständig in meine Kamera schauen.

Ganz im Gegenteil.

Ich beobachte viel, halte mich zurück und fotografiere das, was tatsächlich passiert. Das Anziehen des Kleides, die letzten Handgriffe am Anzug, eine Umarmung der Mutter oder einen kurzen Moment, in dem die Aufregung plötzlich spürbar wird.

Dadurch entstehen Bilder, die nicht nach einem Fotoshooting aussehen, sondern sich später genauso anfühlen wie der Moment selbst.

Auch der Bräutigam gehört dazu

Das Getting Ready wird häufig zuerst mit der Braut verbunden. Dabei entstehen beim Bräutigam mindestens genauso persönliche Bilder.

Das Hemd zuknöpfen, Manschettenknöpfe einsetzen, die Fliege richten oder gemeinsam mit den Trauzeugen anstoßen: Für mich sind das wichtige Bestandteile der Geschichte.

Wenn die Entfernungen und der Ablauf es zulassen, beginne ich deshalb gerne beim Bräutigam und wechsle anschließend zur Braut. So können beide Seiten des Morgens Teil der späteren Hochzeitsreportage werden.

Vergesst Frühstück, Wasser und Musik nicht

Bei all der Aufregung sind es oft die einfachsten Dinge, die vergessen werden.

Frühstückt ausreichend und stellt euch Wasser bereit. Eine eigene Playlist sorgt zusätzlich für eine entspannte Atmosphäre und macht aus dem Hotelzimmer schnell euren ganz persönlichen Raum.

Und dann gilt vor allem: genießt diese Stunden.

Ihr habt lange auf diesen Tag gewartet.

Wie viel Zeit sollte man für das Getting Ready einplanen?

Für ein entspanntes Getting Ready der Braut sind etwa zwei bis drei Stunden eine gute Orientierung. Haare und Make-up benötigen häufig bereits einen großen Teil dieser Zeit. Hinzu kommen Details, das Anziehen des Kleides und einige ruhige Portraits.

Beim Bräutigam benötigen wir meistens deutlich weniger Zeit.

Wenn beide Getting Readys fotografiert werden sollen, berücksichtigen wir außerdem die Entfernung zwischen den beiden Locations und die anschließende Fahrt zur Trauung.

Den genauen Ablauf müssen wir aber nicht nach einem festen Schema planen. Vor eurer Hochzeit gehen wir den Tagesablauf gemeinsam durch und finden eine Lösung, die zu euch und eurer Hochzeit passt.

Getting Ready zu Hause oder im Hotel?

Beides kann wunderbar funktionieren.

Ein Zuhause ist persönlich und erzählt automatisch etwas über euch. Ein Hotelzimmer bietet dagegen häufig viel Platz, große Fenster und einen ruhigen Hintergrund.

Wenn ihr euch für ein Hotel entscheidet, achtet bei der Zimmerwahl weniger auf außergewöhnliche Einrichtung und mehr auf große Fenster, ausreichend Platz und möglichst neutrale Farben.

Ob in Celle, Hannover, der Lüneburger Heide oder irgendwo anders in Norddeutschland: Ein ruhiger, heller Raum ist für mich wichtiger als eine vermeintlich perfekte Kulisse.

Das Wichtigste: Macht euren Morgen zu eurem Morgen

Es gibt kein perfektes Getting Ready und auch keine Liste, die ihr unbedingt erfüllen müsst.

Ihr müsst keine identischen Morgenmäntel kaufen, keinen Champagner bereitstellen und euer Zimmer nicht in eine Fotolocation verwandeln.

Wenn ihr euren Hochzeitstag mit Menschen beginnt, die euch wichtig sind, genügend Zeit habt und euch wohlfühlt, entsteht der Rest meistens von ganz allein.

Meine Aufgabe ist es, diese Momente für euch festzuhalten.

So, wie sie wirklich waren.

Ihr plant gerade euren Hochzeitstag?

Wenn ihr möchtet, dass eure Hochzeitsreportage bereits beim Getting Ready beginnt, besprechen wir gemeinsam, welcher Ablauf für euren Hochzeitstag sinnvoll ist.

Dabei schauen wir nicht nur auf schöne Fotos, sondern vor allem darauf, dass genügend Zeit bleibt und ihr euren Tag genießen könnt.

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